— von Andrea Weiner

Wettbewerb Lebendige Antike – In schwierigen Zeiten …

wettbewerb lebendige antike ergebnisse

Trotz der Mehrfachbelastung durch Distanzlernen, Wechselunterricht, Parallelunterricht in zwei Räumen, Videokonferenzen und täglich neuer Maßgaben haben viele Kolleg*innen Wege gefunden, ihre Schüler weiter zu motivieren und neue Wege zu beschreiten. Einige waren dabei besonders kreativ, kooperativ und erfolgreich. Sie haben wir gesucht und um Einsendung besonders gelungener Lern- und Lehrszenarien gebeten. Offensichtlich hatten viele am Jahresende einfach keine Kraft mehr, ihre Ideen und deren Umsetzung zu Papier zu bringen. 

Um so mehr freuen wir uns über den bunten Strauß an Produkten, die den Weg zu uns gefunden haben – von Angermünder Lernspielen, deren Ideenreichtum und Handwerkskunst uns begeistert haben, über Podcasts und einen Pronomen-Song von Händels Eleven, Perseus-Interpretationen in allen Facetten bis zu Ovid als Inspiration für ein Märchenbuch für Eberswalder Kitas und Comics mit Nachdichtung. 

Wir wünschen Ihnen Freude beim Lesen, Anschauen oder Nachspielen!

Andrea Weiner und Gerlinde Lutter

01 sarkophagus

Dokumentation des Lernspiels

von 

Emma-Sophie Kracheel, Emily Schmidt, Amelia Matuszak, Yannik Lehnhardt 

Einstein-Gymnasium Angermünde

02 bild 1Krieg der Helden

Vorbereitung

2–4 Spieler (ab 12 Jahren)

Enthalten sind: 

  • 2 Würfel      
  • 4 Spielfiguren (farbige Ringe)                            
  • 46 Spielkarten                             
  • bei 4 Spielern: 12 Einheiten pro Spieler (farbige Quader)                        
  • bei 2 und 3 Spielern: 9 Einheiten pro Spieler (farbige Quader)                             
  • Spielbrett 

03 bildAufstellung: Alle Spieler beginnen vom Initium (Start) mit 3 Truppen, die restlichen liegen auf der Bank (Außerhalb des Spielfeldes). 

  • Am Anfang wird ausgewürfelt, wer anfängt: Höchste Zahl mit zwei Würfeln fängt an.
  • Pro Runde mit 2 Würfeln rollen, um Felder zu überqueren. Wenn ein leeres Feld erreicht wird, legt man freiwillig Truppen ab, um das Feld zu besetzen. (kein Muss) 1. Hälfte (Initium bis Forum): 1 Truppe nötig zur Besetzung 2. Hälfte (Forum bis Initium): 2 Truppen nötig zur Besetzung
  • Nachdem ein Feld in der 1. Hälfte besetzt wurde und man später wieder darauf kommt, kann eine 2. Truppe dort abgelegt werden (Voraussetzung: Zwischen Eroberung und Ablegen liegen mindestens eine Runde und das Feld muss sich weiterhin im Besitz des Spielers befinden).
  • Auf einem Feld dürfen sich maximal 2 Truppen befinden.

Gewonnen hat derjenige, der zuerst alle Truppen auf Felder verteilt hat und diese 1 Runde halten kann!

Die Karten

04 bildKommt ein Spieler auf ein Ereignisfeld (Ausrufezeichen) oder ein Gemeinschaftsfeld (Bierkrug), dann zieht er eine Karte vom Stapel.

Diese Karte muss den anderen Spielern gezeigt werden. Wurde das Geschehen der Karte erfüllt, legt man sie neben den Kartenstapel. Ist der Stapel leer, werden die Karten gemischt.

Kerkerfreikarten bleiben beim Spieler liegen, bis er sie einsetzt, dann kommen sie wieder unter den Stapel.

Sollte eine Karte nicht zu erfüllen sein, weil der Spieler keine Truppen hat, muss dieser die Truppen vom Spielfeld abziehen.

05 bildDas Brett

  • Initium: Kommt man über dieses Feld, erhält man 2 seiner Truppen von der Bank.
  • Forum: Kommt man auf dieses Feld, dann würfelt man einmal mit den Würfeln. Bei einer geraden Augenzahl erhält man eine Truppe von der Bank; Bei einer ungeraden Augenzahl nicht.
  • Kampfarena (Gladiatorenhelm): Der aktive Spieler kann einen anderen zum Kampf herausfordern (Beide müssen mindestens eine Truppe auf der Hand haben).
  • Beide Spieler würfeln nun mit 2 Würfeln, wer die höhere Augenzahl würfelt, der hat gewonnen (Bei gleicher Augenzahl = Wiederholung).
  • Gewinnt der aktive Spieler, so erhält er eine Truppe von der Bank. Verliert er, so muss er eine Truppe an die Bank abgeben.  (Der herausgeforderte Spieler verliert/gewinnt keine Truppen).

06 bildCarcer/ Intra carcerem:

  • Gehe in den Kerker (Hier können Kerkerfreikarten eingesetzt werden!)
  • Nach einer Runde im Kerker, erhält man die Möglichkeit, sich frei zu würfeln. Würfelt man mit 2 Würfeln eine gerade Augenzahl, dann ist der Spieler frei, muss aber noch auf dem Feld stehenbleiben, würfelt man eine ungerade Augenzahl, so muss man noch eine Runde im Kerker sein und ist danach frei.

07 bildDer Kampf

  • Kommt der aktive Spieler auf ein besetztes Feld, dann muss er mit dem Spieler, der das Feld besitzt, um die Vorherrschaft kämpfen.
  • Wenn man nicht kämpfen möchte, muss man mit einem Würfel würfeln; bei einer geraden Augenzahl, gelingt dem Spieler die Flucht, bei einer ungeraden ist der Spieler jedoch gezwungen anzugreifen.
  • Dabei entscheidet der Angreifer (Aktiver Spieler) zuerst, mit wie vielen Truppen er angreifen möchte. Er kann nur mit Truppen angreifen, die er bereits auf der Hand hat und kann nicht auf die Truppen der Bank zurückgreifen.
  • Es wird mit 2 Würfeln gewürfelt, der Angreifer zuerst; danach würfelt auch der angegriffene Spieler. (Wer die höhere Augenzahl gewürfelt hat, der hat gewonnen; bei gleicher Augenzahl hat der Verteidiger gewonnen)
  • Hat der Angreifer gewonnen, dann muss der Verteidiger eine Truppe, die das Feld besetzt, auf die Bank legen; wird das Feld von 2 Truppen besetzt, dann würfeln beide Parteien noch einmal. Wenn der Verteidiger beide Truppen auf die Bank legen musste, dann kann der Angreifer das Feld besetzen (1 Truppe maximal in der 1. Hälfte, maximal 2 Truppen in der 2. Hälfte).        
  • 08 bildHat der Angreifer nur noch 1 Truppe und ein Feld in der 2. Hälfte erobert, dann muss er auf diesem die 1 Truppe ablegen. Das Feld gilt als besetzt.
  • Hat der Angreifer verloren, dann muss er eine Truppe, mit der er angreift, auf die Bank legen; Der Kampf wird mit den restlichen Truppen fortgeführt.
  • Sollte er irgendwann keine Truppen mehr zum Angreifen haben, dann gilt der Kampf als verloren und der aktive Spieler muss ein Feld zurückgehen; seine Runde ist beendet. 
  • 09 bildWenn man nicht kämpfen kann, da man keine Truppen auf der Hand hat, geht man solange Felder nach vorn, bis man auf einem neutralen Feld angekommen ist (Forum; Initium; unbesetztes Feld; Kartenfeld); Der Zug ist beendet, ohne eine Aktion auszuführen.

Das Spielbrett

10 bildEntstehungsprozess

Verwendete Materialien:

  • Farbpigmente (rot, blau, gelb)
  • Holz (MDF Platte 10 mm)
  • Lackfarbe (Silber)
  • Acrylfarbe (weiß)
  • Expoxidharz
  • Bienenwachs 

Entstehungsdauer: ~ 41h
Durchmesser: 600 mm; 
8 mm dick
40 Spielfelder 

11 bildBenutzte Werkzeuge:

  • Hammer
  • Bandmaß
  • Zirkel
  • Bleistift
  • Schraubzwingen
  • Bohrer
  • Akkuschrauber
  • Richtscheid
  • Schleifmaschine
  • Oberfräse / Handfräse
  • Dremel
  • Silikonformen
  • Schleifpapier

Quellen

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